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Ironman Wisconsin 10. September 2006

Nach einem zufriedenstellendem Allgäu-Triathlon habe ich beschlossen mich wieder an der Ironman-Distanz zu versuchen und habe beim Ironman in Madison / Wisconsin teilgenommen (Mein 20. Ironman - Jubiläum).

Mit 2600 Startern war hier das bisher grösste Teilnehmerfeld bei einem Ironman weltweit am Start.

Die Wetterbedingungen verschärften sich zum Wettkampftag hin zusehends: Kalt und Nass, es sollte uns wirklich schlimm erwischen.

Nach der üblichen "Prügelei" am Schwimmstart (2600 sind zu viele Starter) ging es zunächst ganz gut. Der Schwimmkurs war ein Rechteck, das zweimal zu schwimmen war. Auf der Gegenlänge trieb uns der starke Wind die Wellen entgegen, mit Schwimmen hatte das nur noch wenig zu tun. Ich versuchte ruhig zu bleiben und wenig Energie zu verschwenden.

Der Wechsel in Madison war eine Schau. Über eine Rampe des Parkhauses sind wir in ein Kongresszentrum gerannt und haben in einem Saal auf Teppichboden gewechselt! Sehr stilvoll.

Da die Aussentemperaturen nur 14 bis 16 Grad hatten, habe ich entschieden zusätzlich noch Thermohemd und Armlinge anzuziehen, das war aber fast noch zu wenig. Der Wind und Dauerregen setzte allen Teilnehmern arg zu, wir haben gelitten. Nach der ersten von 2 Runden war ich schon halb erfroren. Dann wurde es etwas besser, da es wärmer wurde. Die Radstrecke in Wisconsin ist anspruchsvoll. Ohne grossartige Berge rollt es immer auf und ab, geradeaus geht es praktisch nie, so kommen auch 2100 Höhenmeter auf 180km zusammen. Wie schon die ganze Saison hatte ich gute Beine auf dem Rad und konnte mich auf Platz 29 vorradeln.

Nach einem etwas langsamen Wechsel, war unterkühlt, bin ich vorsichtig losgelaufen. In den letzten Jahren hatte ich wenig erfreuliche Marathons bei einem Ironman erlebt und deshalb war ich verunsichert ob meines Laufvermögens. Diesmal passte aber alles, Ernährung, Einteilung und Mentales... Nur das Wetter kooperierte nicht, weiterhin Wind und Regen. Durch die zusehende Erschöpfung fing ich nach dem ersten Halbmarathon wieder an zu frieren. Konnte aber in 3:18 durchlaufen, was mich sehr gefreut hat. Verbesserte mich dadurch nochmals leicht auf Platz 23. Die Zeit von 10:00.06 ist wenig beeindruckend, Strecke und Wetter liessen nicht mehr zu, auch der Sieger brauchte schon über 9 Stunden. Die 7 Sekunden ärgern mich aber schon. ;-)

Mit meinem Ergebniss bin ich hochzufrieden. Als 6. in meiner Altersklasse konnte ich mich für den Ironman Hawaii am 13. Oktober 2007 qualifizieren (Madison ist durch die zeitliche Nähe zu Kona eine Quali für das Folgejahr). So habe ich jetzt ein Jahr Zeit um mich auf den Ur-Ironman in Kailua-Kona auf Big Island / Hawaii vorzubereiten. Ich freue mich schon! Das Wetter darf bei meinem 7. Start auf der Insel aber etwas besser sein als in Wisconsin! ;-)



Axel